"Nach drei Jahren Single-Dasein und diversen erfolglosen Versuchen, jemanden über Single-Partys, Speed-Dating, einen Single-Kochkurs und eine Single-Reise kennenzulernen, bin ich schließlich zu Parship gekommen über die Empfehlung und das Drängen einer Freundin, die selbst über Parship ihren Freund kennengelernt hatte. Sie zeigte mir ihr Profil und erklärte mir den Persönlichkeitstest, von dem sie sagte, dass sie sich darin wiedererkannt hat. Ich war von dem Parship-Prinzip und der Seriosität angetan und wollte nun auch mal mein Glück auf diesem Weg probieren, obwohl ich dem Medium Internet und Partnerbörsen allgemein eher skeptisch gegenüberstand und mich auch ehrlich gesagt bis dahin nicht getraut hatte, mich auf diese Weise zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und jemandem zu vertrauen, aus Angst davor, ausgenutzt oder enttäuscht zu werden. Im Juli letzten Jahres habe ich mich dann endlich getraut, mich bei Parship anzumelden. Für den Persönlichkeitstest habe ich mir viel Zeit genommen und habe die Fragen ehrlich beantwortet, ohne irgendwie etwas manipulieren zu wollen, denn ich bin mit der Einstellung daran gegangen, dass ich keinen tollen Eindruck von mir erzeugen wollte, sondern dass ich jemanden finden wollte, der wirklich zu mir passt und mich so akzeptiert, wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen. In dem Ergebnis des Tests konnte ich mich dann auch, genau wie meine Freundin, ganz gut wiederfinden. Und dann ging das Mailen los! Ich war völlig ungeübt und unsicher, wie ich mich verhalten sollte. Meine Freundin hatte mir gesagt, dass man gerade am Anfang besonders viele Zuschriften bekommt, weil man ja neu dabei ist. Das stimmte, und so war ich voll damit beschäftigt, die Mails zu beantworten, die ich sofort bekam. Ich hatte den Anspruch, allen ehrlich zu antworten, es sei denn, es gefiel mir sofort etwas nicht im Profil oder der Art und Weise, wie jemand versuchte, mit mir Kontakt aufzunehmen. Komisch fand ich schon die Tatsache, plötzlich parallel so viele Kontakte laufen zu haben, was eigentlich überhaupt nicht mein Ding ist, aber ich dachte mir, so sind eben die Spielregeln und beide Seiten lassen sich ja darauf ein. So kamen einige nette Schriftwechsel zustande, denen manchmal auch ein Telefonat folgte, um sich zu verabreden. Andere Kontaktversuche verliefen auch ganz schnell im Sande, weil sich einer von beiden, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr gemeldet hat. Ich hatte relativ schnell meine ersten beiden Dates, die auch durchaus positive Erfahrungen waren, aus denen sich aber nicht mehr ergeben hat. In beiden Fällen haben sich die Männer nach dem Treffen nicht mehr bei mir gemeldet, obwohl ich den Eindruck hatte und sie das auch bestätigt hatten, dass es für beide ein angenehmes Treffen war, und wir uns eigentlich wiedersehen wollten. Danach war ich erstmal völlig verwirrt und habe mich gefragt, was ich falsch gemacht haben könnte, oder ob etwas mit meiner Wahrnehmung nicht stimmt. Nach langem Nachdenken sind mir dann aber auch Dinge aufgefallen, die mir gezeigt haben, wo mögliche Gründe bei den Männern dafür liegen, dass sie sich zurückgezogen haben, und die nichts damit zu tun hatten, dass ich an mir selbst zweifeln müsste, sondern daran, dass wir einfach von der Persönlichkeit her nicht wirklich zueinander gepasst hätten. Trotzdem war ich enttäuscht darüber, dass eine Aussprache darüber in beiden Fällen nicht zustande gekommen ist. Nach der Aufregung der ersten beiden Dates und einer gewissen Ernüchterung bin ich an das dritte Treffen relativ entspannt und selbstbewusst herangegangen, weil ich meine Erwartung etwas heruntergeschraubt hatte und dachte, dass ich mich einfach möglichst natürlich und zurückhaltend verhalte und erstmal abwarte, wie er sich so verhält. Mir war es sehr wichtig, dass der Mann die Initiative ergreift und auch kommunikative Kompetenzen besitzt, so dass man offen und ehrlich über Gefühle reden kann. Bei diesem Date habe ich meinen jetzigen Partner Christian kennengelernt! Christian hatte mir Anfang August ein Lächeln mit einer kurzen persönlichen Nachricht geschickt, worauf ich aber nicht sofort reagiert habe, obwohl ich sein Profil sehr interessant und auch sein Foto sehr ansprechend fand, weil er geschieden ist und zwei Kinder hat, was eigentlich nicht meinen Vorstellungen entsprochen hat. Aber irgendwie ging er mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf, und ich wollte ihn dann doch einfach persönlich kennenlernen. So schrieb ich ihm nach ungefähr drei Wochen zurück, dass ich mich sehr freuen würde, wenn er noch Interesse hätte, mich kennenzulernen. Es entwickelte sich ein interessanter und netter Mailaustausch, und er fragte mich relativ schnell und kurzfristig, ob wir uns treffen könnten. Ohne lange zu überlegen, ging ich darauf ein, und wir verabredeten uns für denselben Abend in Stade. Wir waren beide fünf Minuten eher am Treffpunkt und hatten uns schon aus der Ferne erkannt. Der erste Eindruck war sympathisch, aber nicht die legendäre Liebe auf den ersten Blick. Wir gingen in zwei verschiedene Kneipen, um etwas zu essen, Wein zu trinken und uns in Ruhe unterhalten zu können. Er hat meist das Gespräch geführt, ist aber auch gut auf mich eingegangen. Wir haben die Themen vertieft, die wir schon in den Mails angesprochen hatten, und haben weitere gemeinsame Interessen herausgefunden. Merkwürdig fand ich zunächst, dass er gar keine persönlichen Fragen stellte und es nicht so ein gegenseitiges 'Abchecken' war wie bei den anderen beiden Dates. Aber im Laufe der Zeit empfand ich gerade das als positiv und konnte mich einfach entspannt unterhalten, fast so, als wäre es gar kein Date. Anschließend brachte er mich zum Auto und fragte, wie es jetzt weitergehen würde. Ich sagte, ich könnte ihm gerne meine Telefonnummer geben, damit wir uns noch einmal treffen könnten, aber ich müsste erstmal die Eindrücke etwas sacken lassen. Ich merkte, dass er sehr aufgeregt war (ich auch!), und ich weiß auch gar nicht mehr, ob wir uns umarmt haben. Was ich noch weiß, ist, dass wir uns tief in die Augen geschaut haben und er mir zum Abschied ganz sanft über die Wange gestrichen hat. Mit dieser liebevollen Geste hat er mein Herz erobert! Ich habe während der ganzen Rückfahrt über unser Gespräch und den Abschied nachgedacht und hatte ein richtig gutes Gefühl dabei. Zuhause angekommen, fuhr ich sofort meinen PC hoch, um mich bei ihm für den schönen Abend zu bedanken. Als ich mein Parship-Postfach geöffnet hatte, sah ich, dass er mir bereits geschrieben hatte, um dasselbe zu tun. Ich freute mich sehr darüber und schickte ihm meine Telefonnummer, die er, wie er schrieb, vor lauter Aufregung ganz vergessen hatte, aufzuschreiben ... Weitere Beiträge zum Thema |
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