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Was nun? Sollte man etwa den Partner wieder aufgeben, um der zarten Freundesbande willen? Wenn der neue Partner und die alten Freunde nicht so recht harmonieren, steckt man in einem gewissen Dilemma. Wie kann man das Beste draus machen?
Liebe ohne Rechtfertigungsgrund
Die Liebe hat bekanntlich wenig mit Logik zu tun. Sie ist private Herzensangelegenheit und muss nicht von anderen verstanden werden. Es gibt keinen Grund, hier eine Entweder-Oder Situation zu konstruieren. Alte Freunde sind ein ebenso schätzenswertes Gut wie die eigene Liebe. Der Partner geht möglicherweise wieder, die alten Freunde, wenn es denn welche sind, bleiben erhalten. Geben Sie Ihren Freunden ein wenig Zeit, den neuen Partner ausgiebig zu "beschnuppern".
Partner und Freunde auf diplomatischem Parkett
Sollte es aber einfach nicht "passen", so ist doch zu gewissen gesellschaftlichen Ereignissen (wie Geburtstagen) ein Zusammentreffen der Antipathen kaum zu vermeiden. Hier heißt es, tapfer zu sein und gute Miene aufzulegen. Ausgestattet mit Toleranz und Taktgefühl werden die Klippen galant gemeistert. Und wer weiß, nach ein paar leckeren Cocktails zeigt Ihr Partner ganz unvermutete Eigenschaften und Ihre Freunde reiben sich verdutzt die Augen und staunen.
Wir, du, ich ....
Ist der erste große Liebesrausch verflogen, kann es einer Beziehung gut tun, wenn die Partner auch eigenständig etwas unternehmen, statt stets überall im Doppelpack aufzutreten. Also warum sich nicht allein mit seinen Freunden, besonders wenn es alte Freunde sind, treffen? Ihr neuer Partner hat vielleicht auch Bekannte, mit denen er gerne etwas unternimmt: Ein gemeinsamer Filmabend, ein Besuch im Museum, eine Theateraufführung ... So kommt jeder auf seine Kosten, ohne dass eine große Loyalitätskrise inszeniert werden muss. Ein zu enges Halsband trägt sich nicht nur unbequem, es kann auch zu Druckstellen und entzündlichen Prozessen führen. Also nehmen Sie sich diese Freiheit, Sie selbst, Freunde und Partner sind es sich wert.
Heinz-W. Köhler / PARSHIP